';

KOBERSTEIN FILM ist eine Produktionsfirma, die von Maria Wischnewski gegründet wurde und ihren Sitz in Berlin hat. Die Firma hat sich die Produktion von Filmen, die wirken und bewegen wollen, auf die Fahnen geschrieben – in einer Zeit, in der Dokumentarfilm wichtiger denn je ist – für Kino und Fernsehen. Wir glauben an mündige, interessierte Zuschauer und daran, dass das Kino für den Dokumentarfilm nicht verloren ist. Gesellschaftlich, politisch und kulturell wichtige Stoffe auch weiterhin für das Kino zu produzieren und Zuschauer dorthin zurück zu holen, das ist unser Ziel. Viele unserer Stoffe profitieren von einem transmedialen Ansatz und spartenübergreifenden Synergien. Und so gehen unsere Projekt-Partnerschaften je nach Projekt über den Filmbereich hinaus – wir arbeiten mit Stiftungen, Theatern, Hochschulen, aber auch kulturellen Institutionen zusammen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit einem wunderbaren Team, gestandenen Filmemachern, als auch mit dem Nachwuchs. Mitglied der Produzentenallianz.

Team

Projekte

get me some HAIR!

Ein Film von Lars Barthel und Marian Kiss, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, in  Koproduktion mit WDR/arte
Redaktion: Sabine Rollberg und Monika Pohl
Dramaturgin: Tamara Trampe


Eine HAIRliche Liebesgeschichte mit Tiefgang, außergewöhnlichen Frauen und großen Bildern, die ihre Handlung zwischen Deutschland, Jamaika und Myanmar entfaltet. Lars Barthel nimmt uns mit auf eine poetisch-politische Reise in das Universum der Haare schwarzer Frauen, erzählt von kolonialem Trauma, Schwarz und Weiß, Männern und Frauen. Ein Perspektivwechsel.

Kinostart: 16.Mai 2019

Aktuell in der ARTE-Mediathek

Trailer

Clärchens Ballhaus

Ein Film von Maria Wischnewski für die Reihe GEHEIMNISVOLLE ORTE im Auftrag des rbb
Kamera: Felix Leiberg,
Schnitt: David Hartmann
Redaktion: Jens Stubenrauch

Clärchens Ballhaus
Clärchens Ballhaus
am 21.11.2017 um 20:15 Uhr im rbb

Das »Clärchens« in Berlin-Mitte ist ein Ort, von denen es nur noch wenige in Europa gibt, eine aussterbende Spezies, doch voller Lebenslust… Ein Schmelztiegel der Generationen und Zeiten. Ein Ort mit Tradition und Patina, voller Legenden, an dem die Zeit still zu stehen scheint und gleichzeitig nie angehalten hat. Seit über einem Jahrhundert wird hier getanzt: Clärchens Ballhaus hat zwei Weltkriege und nicht weniger als fünf Gesellschaftssysteme überstanden und ist heute populärer denn je.
»Clärchens« ist das einzige von ungefähr 900 Berliner Ballhäusern der Kaiserzeit, das bis jetzt überlebt hat, so dass noch täglich getanzt wird – die letzte Zeugin der versunkenen Berliner Ballhauskultur.
Ein filmischer Blick hinter die Kulissen dieses Geheimnisvollen Ortes, in dem mehr als 100 Jahre Berlingeschichte schlummern – mit Katharina Thalbach, Wim Wenders, Max Raabe uvm..

Trailer

Das Springer Hochhaus

Ein Film von Maria Wischnewski für die Reihe GEHEIMNISVOLLE ORTE im Auftrag des rbb
Kamera: Marcus Winterbauer, Schnitt: Oliver Szysza, Ton: Moritz Springer, Redaktion: Jens Stubenrauch

Das Springer Hochhaus
Das Springer Hochhaus
Ein Film von Maria Wischnewski, Kamera: Marcus Winterbauer, Schnitt: Kristine Langner, Redaktion: Jens Stubenrauch

Das Springer Hochhaus in Berlin hat als Medienhaus und Feindbild Geschichte geschrieben, die weit über die Berlins hinaus geht. Der Film erzählt für die Reihe Geheimnisvolle Orte die Historie dieses berühmt-berüchtigten Hauses, das immer wieder Provokation und Grund zur Konfrontation war – seit bald sechzig Jahren – mit Jakob Augstein, Stefan Aust, Mathias Döpfner, Julian Reichelt, Friede Springer uvm..

Trailer

Dagmar Manzel

Porträt einer Antidiva

Ein Film von Josephine Links und Maria Wischnewski
Kamera: Michel Links und Martin Langner
Schnitt: Kristine Langner
Redaktion: Fatima Abdollahyan (BR), Petra Felber (BR), Matthias Morgenthaler (MDR), Titus Richter (MDR), Jens Stubenrauch (RBB)

Die Manzel (AT)
Die Manzel (AT)
Ein Film von Josephine Links und Maria Wischnewski. Kamera: Michel Links, Redaktion: Fatima Abdollahyan (BR), Matthias Morgenthaler (MDR) & Jens Stubenrauch (RBB)

Dagmar Manzel – eine der großen Schauspielerinnen unserer Zeit. Eine Frau, die mit ganzer Seele spielt, tanzt und singt, die wandelbar ist und sich immer neu entdeckt. Als fränkische Tatortkommissarin erreicht sie höchste Einschaltquoten, ihre Stücke am Deutschen Theater sind über Monate ausverkauft, als Sängerin feiert sie an der Komischen Oper und anderen Häusern große Erfolge. Im Kino spielt sie seit Ende der achtziger Jahre erfolgreich unter der Regie der wichtigsten deutschen RegisseurInnen und hat bis heute viele bedeutende Preise erhalten.
Und dennoch ist die Frau aus Ost-Berlin alles andere als eine Diva: Der Intendant der Komischen Oper Barrie Kosky nennt sie die »undivenhafteste Diva, die es gibt«. Bei allem Erfolg hat sich Dagmar Manzel eine ganz eigene Unabhängigkeit bewahrt, eine besondere Hingabe an die Arbeit und einen wunderbar humorvollen Blick auf das Leben. Ein Film zum Sechzigsten der Berliner Ikone.

Erinnerungen an

Jürgen Gosch

THEATER, FILM, GESPRÄCHE – Ein interdisziplinäres Projekt in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, dem Deutschen Theater und dem Goethe Institut. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds

Ein Film von Grete Jentzen und Lars Barthel

Erinnerungen an Jürgen Gosch. Theater, Film, Gespräche
Erinnerungen an Jürgen Gosch. Theater, Film, Gespräche
Ein interdisziplinäres Projekt in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, dem Deutschen Theater und dem Goethe Institut. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.

Braucht es Theater im 21. Jahrhundert noch? Wir wagen, ausgehend von der konkreten Auseinandersetzung mit der Arbeit Goschs, einen interdisziplinären Rundumschlag zur Lage des Theaters. Haben wir vielleicht den Grundimpuls in den Debatten und Kämpfen um Regietheater, Eventbuden, Postdramatik und nicht zuletzt im kulturpolitischen Existenzkampf aus den Augen verloren? Welche Ansprüche und Wünsche verbinden wir heute mit Theater?
Teil des Projektes ist wertvolles Filmmaterial von Lars Barthel aus Goschs letztem Arbeits- und Lebensjahr, das die intensiven Arbeits- und Probenprozesse mit den Darstellern bis zu seinem Tod filmisch begleitet. Was war, was ist das Geheimnis von Jürgen Gosch und seiner Art, Theater zu machen? Dieses hautnahe Material, das dem Regisseur bei der Arbeit mit seinen Darstellern zuschaut, gibt uns eine Ahnung davon, was es bedeuten kann, mit Leib und Seele und im wahrsten Sinne bis das der Tod euch scheidet, Theater zu machen, Kunst zu l(i)eben. Mit Ulrich Matthes, Corinna Harfouch, Meike Droste, Christine Schorn uvm..

Bauhausfrauen

Ein Film von Susanne Radelhof, Kamera: Marcus Winterbauer & Thomas Eirich-Schneider, Schnitt: Robert Handrick,  Redaktion: Reinhard Bärenz & Matthias Morgenthaler (mdr), Jens Stubenrauch (rbb)

Gewinner des Juliane Bartel Medienpreis 2019

Bauhausfrauen
Bauhausfrauen

Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und als Urzelle der modernen Architektur. Heute, 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine der männlichen Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Dabei wollte Gropius mit seinem Manifest nicht nur radikal neues Design erschaffen, sondern den Aufbau einer offenen, modernen Gesellschaft erproben – mit dem Versprechen auf echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern.
Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus? Die Dokumentation zeichnet ein facettenreiches Bild weiblicher Kunst am Bauhaus und porträtiert – über Tagebucheinträge und Gespräche mit Nachfahren und Bauhauskennern – visionäre und eigenwillige Frauen. Zugleich wirft der Film einen Blick in Briefe und Korrespondenzen der Zeit, welche eine aktive Genderpolitik der Bauhausmeister offenbaren.

Trailer

Wir alle das Dorf

Ein Film von Antonia Traulsen und Claire Roggan
In Koproduktion mit dem NDR (Redaktion: Timo Grosspietsch),
In Zusammenarbeit mit NEUE UFER Filmproduktion
Gefördert von nordmedia und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
Schnitt: Robert Handrick

Mitten im Wendland – einem der strukturschwächsten Gebiete Deutschlands – gründen Menschen ein Dorf. Ein Modelldorf für die Zukunft Europas soll es werden für hundert Alte, hundert Geflüchtete und hundert junge Menschen. Dieses riesige Sozialexperiment ist schon jetzt ein gesellschaftlicher Mikrokosmos. Wie unter einem Brennglas werden intensiv Themen diskutiert und Lösungen für Probleme gesucht, die uns alle betreffen: Die Integration geflüchteter Menschen, eine alternde Gesellschaft, soziale Isolation und die Schwierigkeiten von Behinderten, Alten oder alleinerziehenden Menschen, die Perspektivlosigkeit junger Menschen in der Provinz…

Es ist ein Mammutprojekt, ein bürokratischer Hindernisparcours, ein idealisiertes Utopia – getragen und ersponnen von ganz besonderen Protagonisten. Das Dorf kann ein Prototyp für europäisches Leben auf dem Land werden, es kann aber auch als ökologische Senioren-Siedlung enden. Alles ist möglich.

Life on Tape –

Bilder meiner Mutter

Ein Dokumentarfilm von Melanie Lischker
In Zusammenarbeit mit WDR/arte (Redaktion: Jutta Krug),
gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Schnitt: Mechthild Barth

Mit „Life on Tape – Bilder meiner Mutter“ geht die Filmemacherin auf die Suche nach ihrer verlorenen Mutter und damit auch nach sich selbst.
In über 100 Stunden Super 8- und Videomaterial, die der Vater über die Jahre akribisch filmte, erzählt sie von ihrer typisch westdeutschen Kindheit, in der die Mutter immer mehr zum Phantom wird und schließlich aus der Familie verschwindet. Auf der Reise zu den Frauen ihrer Familie sucht die Filmemacherin im Heute nach ihren weiblichen Wurzeln und findet kaum Antworten. Erst das Tagebuch der Mutter erzählt das, worüber sonst niemand reden mag. Und plötzlich erscheint auch die zerbrechliche Großmutter in neuem Licht.
„Life on Tape – Bilder meiner Mutter“ spannt als einzigartiges Zeitdokument einen Bogen durch die Jahrzehnte und erforscht die Auseinandersetzung dreier Frauengenerationen mit den Rollenbildern ihrer Zeit.

Lost Women Art (AT)

Dokumentarischer Zweiteiler von Susanne Radelhof
In Zusammenarbeit mit Arte/MDR (Redaktion: Matthias Morgenthaler & Suzanne Biermann)
Projektentwicklung gefördert von der Staatskanzlei Thüringen und dem Auswärtigen Amt
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut
Konzept: Eva Rink, Maria Wischnewski & Susanne Radelhof
Kamera: Thomas Eirich-Schneider, Schnitt: Robert Handrick

Lost Women Art
Lost Women Art

Über die Hälfte aller Künstler sind Frauen. Doch auf dem Kunstmarkt bilden sie noch immer die Minderheit und in der Kunstgeschichte des vergangenen Jahrhunderts kommen die wenigsten von ihnen vor. Warum sind die vielen Künstlerinnen und ihre Werke in Vergessenheit geraten oder gar nie sichtbar geworden? Der Zweiteiler LOST WOMAN ART entdeckt die vergessenen Künstlerinnen, ihr Werk und Wirken, neu. Mit dem Ziel, die europäische Kunstgeschichte um ihren weiblichen Anteil zu ergänzen und somit neu zu sehen, möchte LOST WOMEN ART sich einmischen und einen neuen Blick eröffnen.

Mit Kunsthistoriker*innen, Kurator*innen, Museumsmacher*innen und heutigen Künstlerinnen spürt der Film ausgesuchten Künstlerinnen des letzten Jahrhunderts nach und taucht ein in ein bislang unerzähltes weibliches Kapitel der Kunstgeschichte.

Die Brauereien am

Prenzlauer Berg

Ein Film von Maria Wischnewski für die Reihe GEHEIMNISVOLLE ORTE im Auftrag des rbb
Kamera: Martin Langner, Schnitt: Robert Handrick, Luftaufnahmen: Evolair
Redaktion: Jens Stubenrauch


Die Brauereien am Prenzlauer Berg
Die Brauereien am Prenzlauer Berg
Ein Film für die RBB-Reihe „Geheimnisvolle Orte“ von Maria Wischnewski

Wer kann sich heute noch vorstellen, dass Berlin einst die weltweit wichtigste Metropole der Bierbrauerei war? Allein im Nordosten der Stadt gab es vor hundert Jahren mehr als siebzig und im heutigen Prenzlauer Berg knapp zwei Dutzend Brauereien in engster Nachbarschaft, die fast alle bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts produzierten. Der markante Geruch der Bierwürze hing stetig über diesem Teil der Stadt, Mälzer, Brauer, Böttcher regierten hier und Bierkutscher und Brauereifuhrwerke prägten das Bild auf den Straßen. Heute sind viele der Brauereien aus dem Stadtbild verschwunden, dafür sind die verbliebenen Brauereien nun Attraktionen ganz anderer Art… Der Film blickt auf die fast 150-jährige Geschichte der Bierproduktion im heutigen Prenzlauer Berg und erzählt ihre sehr eigene, bewegte Geschichte.

Mauerspringer

 

Ein Film von Dieter Wulf und Christian Klemke
In Koproduktion mit dem rbb

Redaktion: Jens Stubenrauch

Mauerspringer
Mauerspringer

Aufgewachsen in einem besonderen Siedlungsgebiet bei Potsdam Babelsberg in direkter Nähe zur Mauer, in dem die systemtreue Partei- und Kulturelite der Stadt lebt, beschliessen zwei Jugendliche Anfang der 70-er Jahre, kurz mal über die Mauer zu „springen“. Sie schauen sich West-Berlin an und kehren 26 Stunden später auf selbem Wege wieder zurück in den Osten. Obwohl die eintägigen Mauerflüchtlinge aus „sicheren“ Nomenklatura-Familien kommen und zudem beschliessen, über ihren West-Ausflug zu schweigen, bleibt ihr Abenteuer nicht ohne Nachspiel. Der Film „Mauerspringer“ erzählt die Geschichte eines unglaublichen Ausflugs zweier Freunde aus ihren heute sehr unterschiedlichen Perspektiven.

WUT

Eine Reise ins Innere eines

gespaltenen Landes

Ein Film von Maria Wischnewski
In Koproduktion mit Filmkombinat MV

WUT
WUT

Dreißig Jahre nach dem Mauerfall ist der Riss durch Deutschland spürbarer als je zuvor. Und
knapp dreißig Jahre Deutsche Einheit haben nicht genügt, um die stereotype Betrachtung „des
Ostens“ durch den „Westen“ durch einen differenzierten Blick abzulösen.

Hier setzt der Film an und will einen facettenreichen INNENBLICK auf die Situation in Ostdeutschland
werfen. Ein provokantes Roadmovie durch Ostdeutschland.

Unzumutbar – Die Box

Ein Dokumentarfilm von Dörte Grimm

-;

Die Box
Die Box
Ein Dokumentarfilm von Dörte Grimm

Am Boxhagener Platz in Ostberlin beginnt in den 1970er Jahren die Geschichte der BOX – eines unangepassten Jugendklubs, gegründet von einer Handvoll Studenten. Hier finden lebendige Kulturabende statt mit Jazz, Lesungen, Kunstprojekten und Diskussionsrunden. Ungewollt werden die Boxmitglieder so zu dem, was man heute „DDR-Opposition“ nennt… Nach der plötzlichen Schließung durch die Stasi beziehen die Box-Mitglieder eine alte Dorfschenke am Rande von Berlin, gründen hier eine Kommune. Eine neue wilde Zeit beginnt, bis der Freitod von Box-Begründer Rudi Mucke wegen vermeintlicher Stasi-Verflechtung Fragen aufwirft. Was passiert, wenn der Freigeist von damals auf die Freiheit von heute trifft? Was bleibt, wenn das Feindbild vom Staat nicht mehr existiert? Und hat die falsche, fahrlässige Interpretation von Stasi-Akten 1994 zu Rudi Muckes Selbstmord geführt?
Dank eindringlicher Super 8-Aufnahmen zeichnet der Film die Geschichte der BOX nach, erzählt von Jugendkultur in der DDR, von unbewusster Opposition und vom schuldlosen Schuldigwerden…

Stadtratten

Ein Film von Maria Wischnewski
In Kooperation mit dem Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung, den Berliner Wasserbetrieben und der Technischen Universität Berlin

Ratten, die im Verborgenen unsere Städte bevölkern, in der Dunkelheit Parks und Straßen erobern, in unsere Häuser eindringen, in Kellern nisten, Kot und Urin hinterlassen und unzählige Krankheiten übertragen – Schreckvorstellungen über Ratten sind fester Teil unseres kollektiven Bewusstseins und tief in unserer westlichen Kultur verwurzelt. Unsere Sprache, unsere Bücher, Filme und Witze sind voller Ratten.
Doch wie leben die Tiere wirklich in unseren Städten und wie viele sind es tatsächlich? Welche Gefahr geht von ihnen aus?
Gemeinsam mit den Forschern eines groß angelegten Forschungsprojekts zum Finden neuer Strategien für ein nachhaltiges Rattenmanagement in Städten, taucht die Dokumentation „Stadtratten“ in die Welt der gefürchteten Kulturfolger ein und schafft einen neuen Blick auf ein emotional besetztes, kontroverses Thema.

Vom Sockel denken

Videoinstallation im Rahmen eines Kunst am Bau-Projektes von Betina Kuntzsch
Deutschland 2021, Gefördert von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Vom Sockel denken
Vom Sockel denken

Mitten in Berlin-Prenzlauer Berg steht das Thälmann-Denkmal. Bereits seit seiner Errichtung im Auftrag der DDR-Führung in den 1980ern wird es kritisch betrachtet, nach 1990 wurde intensiv über einen Abriss diskutiert, doch das Denkmal prägt den Prenzlauer Berg bis heute.
Die Künstlerin Betina Kuntzsch entdeckt das Denkmal in dem Kunst am Bau-Projekt „Vom Sockel denken“  nun neu. Zehn essayistische Kurzfilme, die aus Interviews, Akten und historischen Fakten kompiliert werden, sind über QR-Codes auf eigens dafür gebauten Bänken abspielbar. Diese sind dem Sockel des Denkmals nachempfunden. Kaleidoskopartig werden durch Interviewmontagen und Dokumentarmaterial Einblicke in den Alltag rund um den Ort des Thälmanndenkmals und den Zeitraum seiner Entstehung gegeben – mit kurzen Abstechern in die entferntere Vergangenheit bis heute. Dabei werden die historische und künstlerische Kommentierung eng miteinander verzahnt. So werden verschiedene Facetten des Themas gespiegelt und eine Sensibilität für das Leben an diesem Ort in vier deutschen Staaten vermittelt.

Bauhaus-Archiv in

Transition

Ein Portraitfilm von Susanne Radelhof anlässlich der temporären Schließung des Bauhaus-Archives
Kamera: Martin Langner
Schnitt: Moritz Fehr

Bauhaus-Archiv – Das Ideenreservoir im Portrait
Bauhaus-Archiv – Das Ideenreservoir im Portrait
Ein Portraitfilm von Susanne Radelhof anlässlich der temporären Schließung des Bauhaus-Archives

Das Bauhaus als die bedeutendste Schule für Architektur, Design und Kunst des 20. Jahrhunderts ist in seinem Selbstverständnis eine Denkschule, eine Ideenwerkstatt. Und auch das Bauhaus Archiv verstand sich in seiner Funktion nie allein als ein Ort, der »Abgeschlossenes« aufbewahrt, vielmehr über die Auseinandersetzung mit dem Denkmodell Bauhaus den »alten Ideen« neue Fragen stellt und deren Aktualität erfragt. Der Portraitfilm wird das Bauhaus Archiv als Ideenreservoir vorstellen, als Gedächtnisspeicher, dessen Aufgaben die Wahrung, Auseinandersetzung und Vermittlung der Bauhausideen sind.
Wenn im Zuge der Baumaßnahmen das Archiv temporär geschlossen wird, tritt das filmische Portrait als Stellvertreter auf und wird – wenn die Bauplanen das Gebäude verdecken – dessen besondere Architektur in eindrucksvollen Bildern erkunden und präsent halten.