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KOBERSTEIN FILM ist eine junge Produktionsfirma, die von Maria Wischnewski gegründet wurde und ihren Sitz in Berlin hat. Die Firma hat sich die Produktion von Filmen, die wirken und bewegen wollen, auf die Fahnen geschrieben – in einer Zeit, in der Dokumentarfilm wichtiger denn je ist – für Kino und Fernsehen. Wir glauben an mündige, interessierte Zuschauer und daran, dass das Kino für den Dokumentarfilm nicht verloren ist. Gesellschaftlich, politisch und kulturell wichtige Stoffe auch weiterhin für das Kino zu produzieren und Zuschauer dorthin zurück zu holen, das ist unser Ziel. Viele unserer Stoffe profitieren von einem transmedialen Ansatz und spartenübergreifenden Synergien. Und so gehen unsere Projekt-Partnerschaften je nach Projekt über den Filmbereich hinaus – wir arbeiten mit Stiftungen, Theatern, Hochschulen, aber auch kulturellen Institutionen zusammen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit einem wunderbaren Team, gestandenen Filmemachern, als auch mit dem Nachwuchs. Mitglied der Produzentenallianz.

Team

Projekte

get me some HAIR!

Ein Film von Lars Barthel und Marian Kiss, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, in  Koproduktion mit WDR/arte
Redaktion: Sabine Rollberg und Monika Pohl
Dramaturgin: Tamara Trampe


Eine HAIRliche Liebesgeschichte mit Tiefgang, außergewöhnlichen Frauen und großen Bildern, die ihre Handlung zwischen Deutschland, Jamaika und Myanmar entfaltet. Lars Barthel nimmt uns mit auf eine poetisch-politische Reise in das Universum der Haare schwarzer Frauen, erzählt von kolonialem Trauma, Schwarz und Weiß, Männern und Frauen. Ein Perspektivwechsel.

Läuft im Wettbewerb beim Filmfestival achtung berlin:
Berlinpremiere a
m Donnerstag 11. April um 19.45h im Babylon 1
Freitag 12. April um 17.45 h / Babylon 2
Sonntag 13. April um 22.30 h / Babylon 3

Clärchens Ballhaus

Ein Film von Maria Wischnewski für die Reihe GEHEIMNISVOLLE ORTE im Auftrag des rbb
Kamera: Felix Leiberg,
Schnitt: David Hartmann
Redaktion: Jens Stubenrauch

Clärchens Ballhaus
Clärchens Ballhaus
am 21.11.2017 um 20:15 Uhr im rbb

Das »Clärchens« in Berlin-Mitte ist ein Ort, von denen es nur noch wenige in Europa gibt, eine aussterbende Spezies, doch voller Lebenslust… Ein Schmelztiegel der Generationen und Zeiten. Ein Ort mit Tradition und Patina, voller Legenden, an dem die Zeit still zu stehen scheint und gleichzeitig nie angehalten hat. Seit über einem Jahrhundert wird hier getanzt: Clärchens Ballhaus hat zwei Weltkriege und nicht weniger als fünf Gesellschaftssysteme überstanden und ist heute populärer denn je.
»Clärchens« ist das einzige von ungefähr 900 Berliner Ballhäusern der Kaiserzeit, das bis jetzt überlebt hat, so dass noch täglich getanzt wird – die letzte Zeugin der versunkenen Berliner Ballhauskultur.
Ein filmischer Blick hinter die Kulissen dieses Geheimnisvollen Ortes, in dem mehr als 100 Jahre Berlingeschichte schlummern – mit Katharina Thalbach, Wim Wenders, Max Raabe uvm..

Das Springer Hochhaus

Ein Film von Maria Wischnewski für die Reihe GEHEIMNISVOLLE ORTE im Auftrag des rbb
Kamera: Marcus Winterbauer, Schnitt: Oliver Szysza, Ton: Moritz Springer, Redaktion: Jens Stubenrauch

Das Springer Hochhaus
Das Springer Hochhaus
Ein Film von Maria Wischnewski, Kamera: Marcus Winterbauer, Schnitt: Kristine Langner, Redaktion: Jens Stubenrauch

Das Springer Hochhaus in Berlin hat als Medienhaus und Feindbild Geschichte geschrieben, die weit über die Berlins hinaus geht. Der Film erzählt für die Reihe Geheimnisvolle Orte die Historie dieses berühmt-berüchtigten Hauses, das immer wieder Provokation und Grund zur Konfrontation war – seit bald sechzig Jahren – mit Jakob Augstein, Stefan Aust, Mathias Döpfner, Julian Reichelt, Friede Springer uvm..

Dagmar Manzel

Porträt einer Antidiva

Ein Film von Josephine Links und Maria Wischnewski
Kamera: Michel Links und Martin Langner
Schnitt: Kristine Langner
Redaktion: Fatima Abdollahyan (BR), Petra Felber (BR), Matthias Morgenthaler (MDR), Titus Richter (MDR), Jens Stubenrauch (RBB)

Die Manzel (AT)
Die Manzel (AT)
Ein Film von Josephine Links und Maria Wischnewski. Kamera: Michel Links, Redaktion: Fatima Abdollahyan (BR), Matthias Morgenthaler (MDR) & Jens Stubenrauch (RBB)

Dagmar Manzel – eine der großen Schauspielerinnen unserer Zeit. Eine Frau, die mit ganzer Seele spielt, tanzt und singt, die wandelbar ist und sich immer neu entdeckt. Als fränkische Tatortkommissarin erreicht sie höchste Einschaltquoten, ihre Stücke am Deutschen Theater sind über Monate ausverkauft, als Sängerin feiert sie an der Komischen Oper und anderen Häusern große Erfolge. Im Kino spielt sie seit Ende der achtziger Jahre erfolgreich unter der Regie der wichtigsten deutschen RegisseurInnen und hat bis heute viele bedeutende Preise erhalten.
Und dennoch ist die Frau aus Ost-Berlin alles andere als eine Diva: Der Intendant der Komischen Oper Barrie Kosky nennt sie die »undivenhafteste Diva, die es gibt«. Bei allem Erfolg hat sich Dagmar Manzel eine ganz eigene Unabhängigkeit bewahrt, eine besondere Hingabe an die Arbeit und einen wunderbar humorvollen Blick auf das Leben. Ein Film zum Sechzigsten der Berliner Ikone.

Erinnerungen an

Jürgen Gosch

THEATER, FILM, GESPRÄCHE – Ein interdisziplinäres Projekt in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, dem Deutschen Theater und dem Goethe Institut. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds

Ein Film von Grete Jentzen und Lars Barthel

Erinnerungen an Jürgen Gosch. Theater, Film, Gespräche
Erinnerungen an Jürgen Gosch. Theater, Film, Gespräche
Ein interdisziplinäres Projekt in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, dem Deutschen Theater und dem Goethe Institut. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.

Braucht es Theater im 21. Jahrhundert noch? Wir wagen, ausgehend von der konkreten Auseinandersetzung mit der Arbeit Goschs, einen interdisziplinären Rundumschlag zur Lage des Theaters. Haben wir vielleicht den Grundimpuls in den Debatten und Kämpfen um Regietheater, Eventbuden, Postdramatik und nicht zuletzt im kulturpolitischen Existenzkampf aus den Augen verloren? Welche Ansprüche und Wünsche verbinden wir heute mit Theater?
Teil des Projektes ist wertvolles Filmmaterial von Lars Barthel aus Goschs letztem Arbeits- und Lebensjahr, das die intensiven Arbeits- und Probenprozesse mit den Darstellern bis zu seinem Tod filmisch begleitet. Was war, was ist das Geheimnis von Jürgen Gosch und seiner Art, Theater zu machen? Dieses hautnahe Material, das dem Regisseur bei der Arbeit mit seinen Darstellern zuschaut, gibt uns eine Ahnung davon, was es bedeuten kann, mit Leib und Seele und im wahrsten Sinne bis das der Tod euch scheidet, Theater zu machen, Kunst zu l(i)eben. Mit Ulrich Matthes, Corinna Harfouch, Meike Droste, Christine Schorn uvm..

Bauhausfrauen

Ein Film von Susanne Radelhof, Kamera: Marcus Winterbauer & Thomas Eirich-Schneider, Schnitt: Robert Handrick,  Redaktion: Reinhard Bärenz & Matthias Morgenthaler (mdr), Jens Stubenrauch (rbb)

Bauhausfrauen
Bauhausfrauen

Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und als Urzelle der modernen Architektur. Heute, 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine der männlichen Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Dabei wollte Gropius mit seinem Manifest nicht nur radikal neues Design erschaffen, sondern den Aufbau einer offenen, modernen Gesellschaft erproben – mit dem Versprechen auf echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern.
Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus? Die Dokumentation zeichnet ein facettenreiches Bild weiblicher Kunst am Bauhaus und porträtiert – über Tagebucheinträge und Gespräche mit Nachfahren und Bauhauskennern – visionäre und eigenwillige Frauen. Zugleich wirft der Film einen Blick in Briefe und Korrespondenzen der Zeit, welche eine aktive Genderpolitik der Bauhausmeister offenbaren.

Filmvorführung (43’) am 18. April im Grassi Museum in Leipzig
TV-Ausstrahlung (30’) am 18. April um 22 Uhr im mdr
TV-Ausstrahlung (43’) am 28. April im rbb

Wir alle das Dorf

Ein Film von Antonia Traulsen und Claire Roggan
In Koproduktion mit dem NDR (Redaktion: Timo Grosspietsch), In Zusammenarbeit mit NEUE UFER Filmproduktion
Gefördert von nordmedia und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Mitten im Wendland – einem der strukturschwächsten Gebiete Deutschlands – gründen Menschen ein Dorf. Ein Modelldorf für die Zukunft Europas soll es werden für hundert Alte, hundert Geflüchtete und hundert junge Menschen. Dieses riesige Sozialexperiment ist schon jetzt ein gesellschaftlicher Mikrokosmos. Wie unter einem Brennglas werden intensiv Themen diskutiert und Lösungen für Probleme gesucht, die uns alle betreffen: Die Integration geflüchteter Menschen, eine alternde Gesellschaft, soziale Isolation und die Schwierigkeiten von Behinderten, Alten oder alleinerziehenden Menschen, die Perspektivlosigkeit junger Menschen in der Provinz…

Es ist ein Mammutprojekt, ein bürokratischer Hindernisparcours, ein idealisiertes Utopia – getragen und ersponnen von ganz besonderen Protagonisten. Das Dorf kann ein Prototyp für europäisches Leben auf dem Land werden, es kann aber auch als ökologische Senioren-Siedlung enden. Alles ist möglich.

Der Doppelgänger und

der Papst

Ein Film von Joanna Ratajczakv
In Zusammenarbeit mit dem rbb



1979 – In Europa herrscht der „Kalte Krieg“. Der „Eiserne Vorhang“ ist die undurchlässigste Grenze der Welt und dennoch steigt der 27-jährige DDR-Bürger Michael Frankenstein unbehelligt unter falscher Identität in eine Maschine der westdeutschen Lufthansa und fliegt von Warschau nach Frankfurt. An seiner Statt bleibt der Schotte Bryan Cuningham in Polen und verbringt die nächsten drei Monate als Michael F. in einem Kloster, um eine Art Praktikum für Priesteranwärter zu absolvieren. Michael bereist unterdessen ganz Westeuropa und erfüllt sich außerdem seinen großen Traum: einmal dabei zu sein, wenn der Papst in Rom eine Audienz abhält. Nach 14 Wochen Freiheit kehrt er wieder in die DDR zurück und lebt dort weiter, als wäre er nie weg gewesen.

Nach über 40 Jahren treffen sich Michael und Bryan für den Film das erste Mal wieder. Der Film erzählt ihre unglaubliche Geschichte mit stimmungsvollen Graphic Novel-Elementen.

Lost Women Art

 

Eine Dokumentarfilmreihe in Entwicklung von Eva Rink und Susanne Radelhof

Lost Women Art
Lost Women Art

Über die Hälfte aller Künstler sind Frauen. Doch auf dem Kunstmarkt bilden sie noch immer die Minderheit und in der Kunstgeschichte des vergangenen Jahrhunderts kommen die wenigsten von ihnen vor. Warum sind die vielen Künstlerinnen und ihre Werke in Vergessenheit geraten oder gar nie sichtbar geworden? Werke wie die aufsehenerregenden Plastiken der Amerikanerin Augusta Savages, die stilprägenden politischen Arbeiten der Italienerin Marisa Merz, die verstörenden Provokationen einer Valie Export oder die untrennbar mit ihren faszinierenden Lebensgeschichten verbundenen Fotografien einer Margaret Bourke-Whites oder einer Germaine Krull?

Mit Kunsthistoriker*innen, Kurator*innen, Museumsmacher*innen und heutigen Künstlerinnen spürt der Film ausgesuchten Künstlerinnen des letzten Jahrhunderts nach und taucht ein in ein bislang unerzähltes weibliches Kapitel der Kunstgeschichte.

Life on Tape –

Bilder meiner Mutter

Ein Dokumentarfilm in Entwicklung von Melanie Lischker



Mit „Life on Tape – Bilder meiner Mutter“ geht die Filmemacherin auf die Suche nach ihrer verlorenen Mutter und damit auch nach sich selbst.
In über 100 Stunden Super 8- und Videomaterial, die der Vater über die Jahre akribisch filmte, erzählt sie von ihrer typisch westdeutschen Kindheit, in der die Mutter immer mehr zum Phantom wird und schließlich aus der Familie verschwindet. Auf der Reise zu den Frauen ihrer Familie sucht die Filmemacherin im Heute nach ihren weiblichen Wurzeln und findet kaum Antworten. Erst das Tagebuch der Mutter erzählt das, worüber sonst niemand reden mag. Und plötzlich erscheint auch die zerbrechliche Großmutter in neuem Licht.
„Life on Tape – Bilder meiner Mutter“ spannt als einzigartiges Zeitdokument einen Bogen durch die Jahrzehnte und erforscht die Auseinandersetzung dreier Frauengenerationen mit den Rollenbildern ihrer Zeit.

Bauhaus-Archiv in

Transition

Ein Portraitfilm von Susanne Radelhof anlässlich der temporären Schließung des Bauhaus-Archives
Kamera: Martin Langner
Schnitt: Moritz Fehr

Bauhaus-Archiv – Das Ideenreservoir im Portrait
Bauhaus-Archiv – Das Ideenreservoir im Portrait
Ein Portraitfilm von Susanne Radelhof anlässlich der temporären Schließung des Bauhaus-Archives

Das Bauhaus als die bedeutendste Schule für Architektur, Design und Kunst des 20. Jahrhunderts ist in seinem Selbstverständnis eine Denkschule, eine Ideenwerkstatt. Und auch das Bauhaus Archiv verstand sich in seiner Funktion nie allein als ein Ort, der »Abgeschlossenes« aufbewahrt, vielmehr über die Auseinandersetzung mit dem Denkmodell Bauhaus den »alten Ideen« neue Fragen stellt und deren Aktualität erfragt. Der Portraitfilm wird das Bauhaus Archiv als Ideenreservoir vorstellen, als Gedächtnisspeicher, dessen Aufgaben die Wahrung, Auseinandersetzung und Vermittlung der Bauhausideen sind.
Wenn im Zuge der Baumaßnahmen das Archiv temporär geschlossen wird, tritt das filmische Portrait als Stellvertreter auf und wird – wenn die Bauplanen das Gebäude verdecken – dessen besondere Architektur in eindrucksvollen Bildern erkunden und präsent halten.